Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
17.01.2018
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27.07.2016

"Aktion 1+1" engagiert sich beim Werkhof Amberg-Sulzbach

 Menschen neue Perspektive eröffnen (Mittelbayerische Zeitung v. 26. 07. 2016)

09.06.2016

Regionalbischöfin Bornowski zum Kampagnenstart: Aktion gibt Langzeitarbeitslosen Würde zurück

Sonntagsblatt Bayern (Auszug) – für Vergrößerung bitte anklicken!

ROTTENDORF – Der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (kda) der bayerischen evangelischen Landeskirche hat am Dienstag in Rottendorf bei Würzburg seine diesjährige Kampagne gestartet. Mit der "Aktion 1+1" werden Langzeitarbeitslose unterstützt. Offizieller Kampagnenstart war beim Sozialunternehmen Brauchbar der Diakonie Würzburg mit einer Andacht, die von der Ansbach-Würzburger Regionalbischöfin Gisela Bornowski mitgestaltet wurde.

 

Für Bornowski "bringt Arbeit, so wie Gott sie gewollt hat, Licht in das Leben der Menschen". Die "Aktion 1+1" gebe Langzeitarbeitslosen nicht nur Beschäftigung, sondern auch ihre Würde zurück.

 

Mehr als 1,2 Millionen Euro fließen durch "1+1" jährlich in 50 bis 80 Projekte, sagte kda-Leiter Pfarrer Johannes Rehm beim Auftakt der Kampagne in Rottendorf. Damit verdopple die Landeskirche Spenden, die gemeinnützige Einrichtungen oder Unternehmen für Personalkosten erhalten haben, erläuterte "1+1"-Geschäftsführerin Dorothea Kroll-Günzel.

 

Bedingung sei, dass der Antragsteller einen Langzeitarbeitslosen beschäftige. Die Empfänger wähle ein Verteilungsgremium aus. Laut Kroll-Günzel seien darunter auch kleine Einrichtungen wie eine Kirchengemeinde, die eine halbe Stelle für einen Friedhofsgärtner finanziere, ebenso wie das Wertstoffzentrum Veitsbronn mit 250 geförderten Arbeitsplätzen, davon 60 mit Mitteln der "Aktion 1+1".

 

"Je besser die wirtschaftliche Konjunktur, desto schwieriger ist es, Aufmerksamkeit für Arbeitslose zu gewinnen", bedauerte kda-Leiter Johannes Rehm. Dabei zähle die bayerische Statistik "nur 242.000 Arbeitslose im Mai 2016". Im Durchschnitt dauere die Erwerbslosigkeit 47 Wochen: "Etwa jeder vierte bayerische Arbeitslose gilt als langzeitarbeitslos und gehört somit zum harten Kern der Ausgegrenzten."

 

Die angelaufene Kampagne steht unter dem Motto des Bert-Brecht-Zitats "... und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht". Hartfried Groksch, Geschäftsführer der gastgebenden Sozialkaufhäuser Brauchbar, erläuterte: "Mit dem Thema Arbeitslose lockt man keinen mehr hinter dem Ofen hervor." Deswegen trete die Recycling-Firma Brauchbar derzeit zunehmend als Umweltunternehmen auf.

 

Er widersprach der Auffassung, geförderte Arbeitsplätze seien ein Durchgang in den Ersten Arbeitsmarkt: "Dieser Durchgang gelingt vielen nie. Für die muss man Arbeitsplätze schaffen." Wobei Groksch Wert darauf legt, dass Unternehmen mit geförderten Arbeitsplätzen zugleich möglichst wirtschaftlich arbeiten.

 

Walter Bartl, Geschäftsführer des Wertstoffzentrums Veitsbronn, spezifizierte für seine sechs Gebrauchtwarenhöfe, dass dort 50 bis 60 Prozent des Betriebsaufwands durch Umsätze erzielt werde. Für die "Restfinanzierung" sei die "Aktion 1+1" ein wichtiges Hilfsinstrument.

 

Einig waren sich die beiden Wertstoff-Manager, dass eine Beschäftigung von Asylbewerbern ein wichtiger Beitrag zur Integration sei. Die Zusammenarbeit in internationalen Teams baue eventuelle Vorbehalte deutscher Mitarbeiter immer schnell ab.

 

epd

25.04.2016

Spendenaktion 2016: "... die im Dunkeln sieht man nicht"

Das Kampagnenmaterial für die Kirchengemeinden steht ab sofort zur Verfügung.

06.08.2015

Gemeinse Empfehlung zur Intensivierung der Zusammenarbeit bei der Beschäftigung Langzeitarbeitsloser

Wortlaut der Erklärung (PDF-Datei, ~220 KB) der Freien Wohlfahrtspflege Bayern und der Regionaldirektion Bayern

02.07.2015

Spendenaktion gestartet: Ich bin motiviert!

Plaktmotiv 2015

Wer motiviert ist, will etwas, will sich nicht unterkriegen lassen, trotz mancher Rückschläge, negativer Erfahrungen oder gescheiterter Versuche. Ein „Trotzdem“ zu  setzen heißt auch einen „Aufbruch“ zu wagen, Hoffnung zu haben für die berufliche Zukunft. „Ich bin motiviert“ lautet das Motto der diesjährigen Kampagne von „1+1 – mit Arbeitslosen teilen“

 

Wer motiviert ist, braucht aber auch eine Chance, braucht jemanden, der ihr oder ihm eine Möglichkeit gibt, neu anzufangen. Die Aktion 1+1 unterstützt viele solcher Angebote, mit denen motivierte Menschen - gleich ob jung oder alt - neu starten können.

 

Zum Beispiel Herr K., 50 Jahre, lange bei einem großem Elektrokonzern tätig, bis es plötzlich aus war. Warum? Die Gründe sind vielfältig. Auf jeden Fall stand er lange wie vor einer undurchdringlichen Wand, wollte arbeiten, war motiviert. Plötzlich gab es eine Chance. Der Werkhof Sulzbach-Rosenberg eröffnete einen Hofladen mit Produkten aus der Umgebung und nun steht Herr K. hinter Theke und Kasse, bedient, verkauft, berät Kunden. Ein neuer Arbeitsplatz für einen motivierten Menschen, unterstützt von der „Aktion 1+1“

 

Oder Malique B. und Saya J., die in der Jugendwerkstatt Erlangen-Nürnberg Änderungsschneiderin lernen. Der Ausbildungsmarkt ist zwar zur Zeit relativ entspannt, aber nicht unbedingt für jede Bewerberin. Darum braucht es auch immer Angebote, die von Jugendwerkstätten bereitgestellt werden. Handwerklich qualifizierte Ausbildung und pädagogische Betreuung greifen hier ineinander und helfen jungen motivierten Menschen zu einem Einstieg in das Berufsleben. Die Aktion 1+1 unterstützt zahlreiche Angebote in solchen Einrichtungen.

 

Auch im 21. Jahr der Aktion bitten wir Sie „1+1 Mit Arbeitslosen teilen“ zu unterstützen und mit Ihrer Spende motivierten Menschen, die am ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben, eine berufliche Perspektive zu geben. Die Evang. - Luth. Kirche in Bayern wird ihr Engagement für arbeitslose Menschen fortsetzen und die Spenden weiterhin verdoppeln.

 

Im vergangenen Jahr spendeten Sie 660.000 Euro. Nach der Verdoppelung durch die Landeskirche konnte sich die Aktion „1+1 Mit Arbeitslosen teilen“ mit 1.320.000 Euro an der Förderung von fast 350 Arbeitsplätzen beteiligen.

 

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

 

Spendenkonto

EKK Kassel

Konto: 10 10 10 115

IBAN DE57 5206 0410 0101 0101 15

BIC: GENODEF1EK1

 

 

Auch Ihr Pfarramt

leitet Ihre Spende weiter!

22.01.2015

"1+1" unterstützt Jugendwerkstatt Langenaltheim

Für Vergrößerung anklicken, PDF-Datei (~270 KB)

Quelle

WochenZeitung Weißenburg v. 10.12.2014

 

 

 

21.01.2015

Zahl der Langzeitarbeitslosen gestiegen

Mehr als 480.000 Menschen haben trotz positiver Entwicklung am Arbeitsmarkt bisher keine Chancen. Ihre Zahl ist sogar in Zeiten der Hochkonjunktur leicht gestiegen. Betroffen davon sind auch 340.000 Kinder unter 15 Jahren, die in den Haushalten von besonders benachteiligten Arbeitslosen leben.

 

Diese Zahlen und Entwicklungen stellte der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, Ende des Jahres 2014 anhand einer Studie des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz vor.

 

Weiteres zur Pressemeldung finden Sie  hier 

07.07.2014

20 Jahre "1+1": Nicht mit Langzeitarbeitslosigkeit abfinden

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beim Jubiläumsgottesdienst im Kaufhaus diakonia in München am 3.7.2014 - Foto: Feulner

MÜNCHEN - "Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass in Deutschland über eine Million Menschen langzeitarbeitslos sind", sagt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Solidaraktion "1+1 - Mit Arbeitslosen teilen". In seiner  Predigt verweist Bedford-Strohm darauf, wie zerstörerisch die Wirkung langer Arbeitslosigkeit für die Lebenszuversicht und die Selbstachtung von Menschen sein kann. Als politische Maßnahme fordert er für den Personenkreis der Lanzeitarbeitslosen mit Vermittlungshemmnissen zusätzliche Beschäftigungsmaßnahmen in Form eines öffentlich geförderten Arbeitssektors. 

 

Der Leiter des kda-Bayern, Pfarrer Dr. Johannes Rehm, ergänzt die Forderung nach Beendigung der Langzeitarbeitslosigkeit: "Eine Regelung für Langzeitarbeitslose für einen begrenzten Zeitraum vom flächendeckenden Mindestlohn per Gesetz ist nicht hinnehmbar. Wir brauchen kein Schlupfloch für einen Niedriglohn auf Kosten unterstützungsbedürftiger Menschen." 

 

Die Spendenaktion hat über 11 Millionen Euro in den letzten 20 Jahren eingenommen. Davon konnten 7.000 Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden.

 

Pressemitteilung v. 3.7.2014

15.04.2014

Kommentar: Flächendeckender Mindestlohn sieht anders aus!

Langzeitarbeitslose sollen in den ersten 6 Monaten ihrer Anstellung weniger als den Mindestlohn von 8.50 Euro verdienen „dürfen“? Geht’s noch?

 

Fakt ist, dass viele Langzeitarbeitslose nur mit Mühe wieder in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis kommen – aus unterschiedlichen Gründen. Einer davon ist, dass immer häufiger befristete Arbeitsverträge ausgegeben werden: Sechs Monate Probezeit, dazu ein Jahr befristet, dann noch ein Jahr mögliche Befristung.

 

Für Arbeitgeber ein Leichtes, den Mindestlohn durch die Wahrnehmung dieser befristeten Verträge immer wieder unter der Mindestlohngrenze zu halten.

 

Das andere ist die Haltung, die Langzeitarbeitslosen entgegen gebracht wird: Sie, die sowieso schon durch Rückschläge und fehlende Möglichkeiten der Teilhabe an der Gesellschaft in Gefahr sind,  am Rande zu stehen, sich nichts „Wert“ zu fühlen, erfahren nun: Ihr seid es erst mal wirklich nicht wert, den Mindestlohn zu bekommen!

 

Für unsere von „1+1“ geförderten Projekte gilt dies „Gott sei Dank“ nicht. Ab 2014 gilt nach dem Synodenbeschluss der Mindestlohn von 8.50 Euro, ohne Ausnahmen und gerade für Langzeitarbeitslose!

 

Dorothea Kroll-Günzel, Geschäftsführerin "Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen!"

 

In Bayern, dem wirtschaftlich stärksten Bundesland, arbeiten rund 1 Million Menschen für Stundenlöhne unter 8,50 Euro. 

10.07.2013

Landesbischof wirbt für "Du kannst was!"-Kampagne

Dekan Jürgen Zinck, Klaus Schröder (Leiter des KJA), Dietmar Schramm und Florian Ernst (beide Mitarbeit der Jugendwerkstatt Kulmbach), Landesbischoff Heinrich Bedford-Strom, Landrat Klaus Söllner, Landessynodalin Christina Flauder - Foto: Wielend Pensel

NEUENMARKT-WIRSBERG - Am Rande des Dekantsgottesdienstes mit 1.000 Teilnehmern wirbt Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm für die aktuelle Kampagne der "Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen".

14.06.2013

Diakoniepräsident kritisiert "gnadenlose Standards" in der Arbeitswelt

ERLANGEN - Politische Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit fordert der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel. In der Jugendwerkstatt der Diakonie Erlangen in Eltersdorf sagte er am Donnerstag: "Eine soziale Gesellschaft kann es sich nicht leisten, Menschen aufs Abstellgleis zu schieben." Viele von ihnen hätten eine Chance, "wenn unsere Standards nicht so gnadenlos wären". Gerade in der Arbeitswelt würde Menschen oft aussortiert, die nur 75 Prozent leisten könnten.

 

Bammessel sprach beim Einführungsgottesdienst für die neue Geschäftsführerin der "Aktion 1+1 - Mit Arbeitslosen teilen", Dorothea Kroll-Günzel. Sie leitet jetzt die Arbeit des Solidaritätsfonds der bayerischen evangelischen Landeskirche, die seit 1994 Spenden für Arbeitslosenprojekte verdoppelt. Aus jährlich rund 500.000 Euro werden mit Mitteln aus dem kirchlichen Haushalt etwa eine Million Euro.

 

Mehr als 7.000 Menschen in etwa 350 Projekten in ganz Bayern hätten im Laufe der Jahre so Arbeit gefunden, sagte Kroll-Günzel. "Der Arbeitsmarkt hat sich vordergründig entspannt, doch ein Sockel von 20 Prozent Langzeitarbeitslosen bleibt." Das seien rund 65.000 Menschen in Bayern. In der Jugendwerkstatt in Eltersdorf können sieben der dort tätigen 18 Jugendlichen ihre Ausbildung mit Mitteln aus dem Fonds absolvieren.

 

Diakoniepräsident Bammessel kritisierte, dass die Bundesagentur für Arbeit jedes Jahr Mittel der Arbeitsförderung nicht ausschöpfe. Dies liege daran, dass die Förderrichtlinien oft zu kompliziert seien. Anträge auf finanzielle Mittel würden von Projekten gar nicht gestellt, weil man befürchte, Gelder wieder zurückzahlen zu müssen. (epd)

25.03.2013

Neues Angebot: "1+1" unterwegs!

"1+1"-Geschäftsführerin Dorothea Kroll-Günzel unterstützt mit Informationen, inhaltlichen Beiträgen oder Veranstaltungsmodulen zum Themenbereich „Langzeitarbeitslosigkeit – Armut – Sozialpolitik“ in Gemeinden, bei  Frauenfrühstücken, in Kirchenvorständen und bei Dekanatssynoden.

 

Themen

  • Arbeitslose und Gemeinden - Es gibt sie, aber warum tauchen sie nicht auf?
  • Möglichkeiten, Gemeinde für und mit Arbeitslosen zu sein
  • Armut im (Kirchen-)Alltag erkennen und begegnen

 

Weitere Themen sowie Zeit, Ort und Form klären Sie bitte telefonisch (0911 / 43 100-231) oder per  Mail.

 

Nächster Termin Vergabeausschuss: 

 Montag, 4. Dezember 2017

 

Abgabeschluss der Anträge:

17. November 20017