Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
18.05.2012
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Pflege: Breites Bündnis gegründet

BERLIN / NÜRNBERG - „Gute Pflege ist ein Menschenrecht“, wer will diesem Motto widersprechen, das sich das „Bündnis für gute Pflege“ gegeben hat? Daraus leiten sich Forderungen ab. „Wir können und wollen die Situation in der Pflege nicht länger hinnehmen“, erklären Bündnisvertreter im Namen der zehn Partner aus Selbsthilfe und Verbrauchervertretungen, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Berufsverbänden im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. Februar in Berlin. Ziel des Bündnisses ist es, die Situation der pflegebedürftigen sowie pflegenden Menschen in Deutschland zu verbessern. Die Wohlfahrtsverbände der beiden Kirchen Diakonie und Caritas sind unter den Bündnispartnern nicht zu finden.


 

 

Der Forderungskatalog des Bündnisses ist lang (Auszug):

  • Bessere Entlastungsstrukturen für pflegende Angehörige
  • Verbesserte Personalbemessung und Arbeitsbedingungen
  • Familienfreundliche Arbeitsplatzgestaltung
  • Deutlich höhere Einkommen für die Pflegemitbeiter/innen

 

Die Finanzierung der Pflege muss solidarisch und paritätisch erfolgen. „Die Finanzierung von Pflege darf nicht zu einseitiger Belastung der Versicherten führen, wie zum Beispiel durch Kopfpauschalen oder privater Zusatzversicherungen. Stattdessen muss die Einnahmebasis der Pflegeversicherung im Umlagesystem um alle Personengruppen und Einkommensarten erweitert sowie die Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden“, sagt AWO-Vorstandsmitglied Brigitte Döcker.

 

Auch das Diakonische Werk der EKD fordert in einem Positionspapier vom August 2011 die Heranziehung anderer Einkommensarten wie Kapital- und Mieterträge bei der Beitragsbemessung neben dem Arbeitsentgelt.

 

Informationen zum Bündnis für gute Pflege 


16.02.2012 12:48