Arbeitsmarktpolitik: Millionen von Menschen aufs Abstellgleis
ROSENHEIM - Kirchenleitende Organe der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ELKB) kritisieren bei der Tagung der Landessynode in einer Erklärung die Kürzungen bei der Arbeitsmarktpolitik. Allein die Bundesagentur für Arbeit soll 17 Milliarden Euro einsparen. Dadurch werden die Eingliederungschancen von Menschen mit Vermittlungshemmnissen verschlechtert.
Arbeitslose und Jugendliche demonstrieren bereits 2009 in Nürnberg in der "Straße für Menschenrechte" für mehr Chancengerechtigkeit - Foto: Feulner
"Was nützen freie Lehrstellen, wenn Jugendliche teils gar nicht in der Lage sind, eine Lehrstelle anzutreten – z.B. wegen fehlender Schulabschlüsse oder fehlender sozialer Kompetenzen? Wir befürchten, dass die verbleibenden Mittel auf leichter Vermittelbare konzentriert und ein Großteil der Langzeitarbeitslosen ausgegrenzt werden. Damit werden Millionen von Menschen aufs Abstellgleis geschoben", heißt es in der Erklärung (PDF-Datei, ~100 KB).
Die ELKB tritt unter anderem dafür ein, dass geförderte Beschäftigung an den Kriterien guter Arbeit auzurichten: Nur wenn sie arbeitsvertraglich geregelt, sozialversicherungspflicht, freiwillig und auskömmlich ist, ermöglicht sie Teilhabe.
25.11.2011 09:08


