Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
17.12.2017
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Europäische Freizügigkeitsregelung: Zukunft für Menschen in Arbeit? – Fachtagung des kda

Bis Mittwoch treffen sich die Mitarbeitenden verschiedener kirchlicher Facheinrichtungen für Fragen von Arbeit, Wirtschaft und Sozialpolitik zu einer dreitägigen Konferenz in Neuendettelsau. Bei der jährlichen Fachtagung stehen dieses Jahr faire Mobilität für Arbeitnehmende in Europa und der sozialen Arbeitsmarkt im Mittelpunkt.


Laut Arbeitnehmerfreizügigkeit hat jeder EU-Bürger die Möglichkeit, in einem anderen EU-Land zu arbeiten. Dabei gelten für ihn die gleichen Voraussetzungen, um eine Beschäftigung aufzunehmen und auszuüben wie für einen Angehörigen dieses Staates. (Foto: Sabine Behrendt)

 

Faire Arbeitsbedinungen sozialethisch unerlässlich

„Es geht uns darum, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie Wanderarbeiter wertschätzend und lohngerecht in Deutschland zu beschäftigen. Das ist eine Frage der christlichen Sozialethik“, wie Sozial- und Industriepfarrer Dr. Roland Pelikan (München) vom kda Bayern als verantwortlicher Veranstalter betont.

An der kda Süd Tagung beteiligen sich in der Regel die Landeskirchen Bayern, Baden, Pfalz, Württemberg, Thüringen, Kurhessen-Waldeck, die Rheinische Kirche für Saarland, Hessen-Nassau sowie gastweise Elsass-Lothringen. Im Rahmen der Tagung sind Betriebsbesichtigungen, Vorträge und Diskussionen vorgesehen, um die Thematik von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

 

Diakonie als wichtiger Gesprächspartner

Dem fachlichen Austausch mit der unternehmerischen Diakonie wie in Neuendettelsau kommt der Einschätzung von Dr. Roland Pelikan als langjähriger Mitarbeiter des kda in Zukunft wachsende Bedeutung zu.

Dementsprechend ist dieses Jahr die Diakonie Neuendettelsau Gastgeber der kda-Konferenz. „Der kda ist in einem guten Dialog mit der Diakonie und wir pflegen die wechselseitige Zusammenarbeit“, unterstrich Pfarrer Dr. Johannes Rehm, der Leiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. „Wir haben auch strittige Themen offen miteinander diskutiert und so eine gemeinsame Basis für eine produktive Zusammenarbeit gelegt“, ergänzte Dr. Mathias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Neuendettelsau. Das Spektrum dieser Themen reichte vom so genannten „Dritten Weg“ zur Regelung von Löhnen und grundlegenden Arbeitsbedingungen in Kirche und Diakonie. Im Rahmen der Tagung wird Dr. Mathias Hartmann über die Herausforderungen, Bedingungen und Strategien der Mitarbeitergewinnung für soziale Unternehmen sprechen.


04.12.2017 08:14