Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
24.10.2017
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Fülle von Aufgaben Diakon René Steigner in seinen Dienst eingeführt

Welche Aufgaben übernimmt jemand, der einerseits als Sozialsekretär beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (kda) und auf der anderen Seite beim Kirchlichen Dienst im Gastgewerbe (kdg) tätig ist? Dessen Zuständigkeit von der kda-Geschäftsstelle in Ingolstadt bis zum Einsatz für den kdg in Nordbayern beziehungsweise Großraum Nürnberger Land reicht? So lautet nämlich die Stellenbeschreibung, auf die der Rummelsberger Diakon René Steigner jetzt im Gottesdienst in der Apostelkirche in Neuburg / Donau eingeführt wurde.


Bild: kda

Sein Aufgabenbereich reiche von Bildungsangeboten, Seelsorge und Gottesdiensten bis zum Kontaktaufbau und -pflege zwischen Gemeinden, Dekanaten, zwischen Beschäftigten in Betrieben und Geschäftsleitungen, beschrieb Pfarrerin Dr. Sabine Behrendt, stellvertretende Leiterin des kda, Steigners Zuständigkeit. Der Diakon wird an einer Schnittstelle zwischen Kirche und Arbeitnehmern stehen, an der politisches und soziales Engagement gefordert ist. Dazu gehören Verbindungen zu den Gewerkschaften, zu Industrie- und Handelskammer ebenso wie zur katholischen Kirche, Angebote für die Beschäftigten im Gastgewerbe sowie die Begleitung der Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) im Raum Neuburg.

 

Seit Dienstbeginn Anfang April sammelte der neue kda- und kdg-Mitarbeiter bereits erste Erfahrungen in seinen Arbeitsfelder. Ein Anfang, der laut Behrendt spannend und gleichzeitig eine Herausforderung mit vielen Erwartungen von allen Seiten sei. Dafür erbat sie zusammen mit den Diakonen Rainer Fuchs und Joachim Baumgardt als Vertretern der Rummelsberger Brüderschaft den Segen Gottes. Mit der Gewissheit, dass Gott uns zur Seite steht und begleitet wünschte sie Steigner ein gesegnetes Schaffen im kda

Als Diakon liege ihm das diakonische Aufgabenspektrum - die sieben Werke der Barmherzigkeit der Bibel - besonders am Herzen, sagte Steigner in seiner Predigt. Der tätigen Nächstenliebe komme eine zentrale Bedeutung zu, denn sie sei der Weg zur Gerechtigkeit. Jesus fordere uns auf, Barmherzigkeit real umzusetzen und für einander einzutreten. Für ihn heiße das übersetzt ungerechte Systeme und Strukturen aufzudecken und zu durchbrechen. Barmherzigkeit habe durchaus auch eine politische Dimension, denn sie bedeute die Botschaft Jesu in die Brennpunkte der Gesellschaft zu tragen.

 

Text: Kratzer. 


18.07.2017 08:01