Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
27.06.2017
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Hoffnung schenken. Wir arbeiten dafür.

So lautet das Motto der diesjährigen Kampagne der „Aktion 1+1 Mit Arbeitslosen teilen“, die am Mittwoch, 24. Mai in Weiden u.a. im Beisein von Staatsministerin Emilia Müller eröffnet wurde.


 

Den Auftakt bildete – wie immer - ein „Gottesdienst vor Ort“, den Pfarrer Dr. Johannes Rehm (kda) zusammen mit  Dekan Dr. Wenrich Slenczka und Diakonie-Vorstand Karl Rühl gestaltete. 

Dekan Dr. Slenczka  betonte in seiner Predigt, dass trotz aller Prosperität in Bayern, es Gruppen von Menschen gibt, wo dieser Wohlstand nicht ankommt. Von daher ist „Teilen“ notwendig, so wie es bei der „Aktion 1+1“ praktiziert wird: SpenderInnen teilen etwas von ihrem Einkommen, damit andere davon Arbeitsmöglichkeiten erhalten.

 

Der sich anschließende Rundgang durch das Kaufhaus beinhaltete 3 Stationen, die jeweils mit einem inhaltlichen Beitrag  angereichert wurden:

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (Weiden) beleuchtete Fragen des sozialen Zusammenhalts aus der Sicht eines kommunalen „Verantwortlichen“, dem es ein persönliches Anliegen ist, Mitmenschen auf Augenhöhe zu begegnen. Und dass jeder Mensch sein Geld durch eigene Arbeit verdienen kann, das schafft erst Augenhöhe unter Menschen.

 

Die zweite Rundgangs-Station bereicherte Markus Friedrich, der Leiter der Arbeitsprojekte der Diakonie Weiden.  Weiden hat eine Arbeitslosenquote von 5,4  %, die damit fast doppelt so hoch liegt als die Quote in der Oberpfalz von 2,9 % . Davon ausgehend legte Friedrich dar, dass es besonders für Langzeitarbeitslose wichtig ist, dass es Möglichkeiten gibt, auf dem 2. Arbeitsmarkt in eine regelmäßige Tagesstruktur zu kommen und damit wieder am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

 

In ihrem abschließenden Statement spannte Sozialministerin Emilia Müller den Bogen von der guten wirtschaftlichen Ausgangslage in Bayern, die jedoch gerade jetzt die Notwendigkeit beinhaltet, „den harten Kern der Langzeitarbeitslosigkeit aufzubrechen“. Dabei müssten alle Arbeitsmarktakteure an einem Strang ziehen. „Auch die Bayerische Staatsregierung stellt sich hier ihrer Verantwortung“.

In besonderer Weise würdigte sie Kampagnen wie die „Aktion 1+1 Mit Arbeitslosen teilen, die da ein wahrer Segen seien. „Genau deshalb ist die `Aktion 1+1 Mit Arbeitslosen teilen so großartig: Sie bringt Menschen, die es schwer haben, in Arbeit. Sie setzt da an, wo Hilfe gebraucht wird und ermöglicht so Teilhabe für alle….Dafür sage ich Ihnen im Namen aller, denen Sie seit über zwei Jahrzehnten in tätiger, christlicher Nächstenliebe helfen, ein herzliches Vergelt’s Gott!“

 

Für die Mitarbeitenden des Werkhofs ergriff Herr Jäger das Wort, beschrieb die Bedeutung einer geregelten Arbeit und bedankte sich in dem Rahmen bei KollegInnen und Vorgesetzten für die Begleitung und gute Zusammenarbeit.

 

Ein Fachgespräch im kleineren Kreis von Akteuren vor Ort und Begegnungen im laufenden Betrieb eines Sozialkaufhauses rundeten diesen äußerst  kommunikativen Nachmittag der diesjährigen Kampagneneröffnung ab.


01.06.2017 16:14