Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
22.04.2018
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Nachruf auf Jutta Schönfeld – Dame mit Herz und Verstand

HOF. Der kda trauert um seine ehemalige Hofer Sozialsekretärin. Jutta Schönfeld war eine selbstbewusste und pragmatische Netzwerkerin für Gerechtigkeit und Frauenanliegen in unserer Regionalstelle in Oberfranken. Lange bevor auch nur jemand das Wort „Tafel“ in den Mund genommen hat, gründete sie das „Hoflädchen“ und später das „Cafe Eisbär“ – beides Einrichtungen, die Erwerbslose beschäftigten und Angebote für Bedürftige bereit hielten. Der Gedanke sei ihr gekommen, als sie Menschen in Mülltonnen nach Essbarem suchen sah, so Jutta Schönfeld. „Sie hat Menschen zusammen gebracht und mit ihrem Organisationstalent Orte geschaffen, an denen sie als Menschen angenommen waren“, beschreibt es Hans–Gerhard Koch, ehemaliger Leiter des kda, in seinem Nachruf.


Jutta Schönfeld, wie man sie kannte und schätzte: eine Dame mit Herz und Verstand und großem sozialem Engagement. (Foto: kda)

Auch ihre Bildungsarbeit und die Begleitung der Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) hat sie mit Kreativität und Ideenreichtum umgesetzt. Zusammen mit den Kolleginnen aus Nürnberg und ganz Bayern hat sie Seminare und Konferenzen insbesondere zu Frauenthemen organisiert.

 

Insgesamt war Jutta Schönfeld eine Person, die im Gedächtnis bleibt: immer schick und gepflegt – „Eine Dame vom Scheitel bis zur Sohle“, wie sie ihre ehemalige Kollegin Elke Beck-Flachsenberg liebevoll beschreibt. Dabei war die Verstorbene aber nicht abgehoben, sie stand mitten im (Frauen-)Leben. War viele Jahre allein erziehend und hat ihr wechselvolles und buntes Leben mit Selbstbewusstsein gemanagt. Kritisch und eigenständig im Denken und mit klarer Linie hat Jutta Schönfeld ihren Standpunkt vertreten. Ganz wunderbar geistreich konnte sie ihre Anliegen in Verse packen, feministisch und biblisch argumentieren und damit ins Schwarze treffen.

 

Den Kolleginnen und Kollegen im kda und den Ehrenamtlichen der afa und EAG bleibt sie in lebendiger Erinnerung. Wir sind dankbar, dass Sie unsere Kollegin war.


12.04.2018 07:21