Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
22.05.2012

14.04.2011

Studie "Arbeitnehmende und Kirche": Vortrag in Bad Alexandersbad

Susanne Ott bei ihrem Vortrag im Evang. Bildungs- und Tagungszentrum Alexandersbad - Foto: Feulner

Beim Sozialpolitischen Gespräch am 12.4.2011 in Bad Alexandersbad präsentierte Susanne Ott als Projektverantwortliche eine aktuelle Studie des kda, die das Verhältnis von Arbeitnehmerschaft und Kirche untersucht. 

 

Unter dem Titel "Wie nah ist die Kirche den Menschen in der Arbeitswelt?" diskutierte ein Publikum aus Fachleuten und Interessierten erste Eindrücke aus Interviews, die im Rahmen der 1. Phase des Projekts durchgeführt wurden unter folgenden Gesichtspunkten:

  • Präsenz der Kirche in den Betrieben?
  • Kenntnis der Kirche über die Lebens- und Arbeitsrealität von Arbeitnehmenden?
  • Können sich Arbeitnehmende in der Sprache der Kirche wiederfinden?
  • Positionierung der Kirche zu Themen, die die Arbeitswelt betreffen (z.B. Mindestlohn)?
  • Einbindung von Arbeitnehmenden in Kirche (erfolgreiche Beispiele)?

Zitat aus einem Interview

"Also 8 Stunden unseres Tages verbringen wir in der Arbeit, also den größeren Teil des wachen Lebens wahrscheinlich oder mindestens die Hälfte des wachen Lebens ... und da taucht Kirche nirgendwo auf oder selten auf und deswegen, dieses Reingehen in die Betriebe und zwar aus doppelter Hinsicht, also einerseits, damit die Menschen in den Betrieben kirchliche Vertreter auch in den Betrieben wahrnehmen, aber auch damit Kirche ... diese Lebensrealität endlich mal wahrnimmt. Also mein Eindruck ist immer, dass bei den allermeisten Kirchenvertretern nur sehr, sehr wage Vorstellungen davon herrschen, was eigentlich in den Betrieben passiert und was die Menschen da bewegt in all der Unterschiedlichkeit, die wir in den Betrieben haben, völlig klar"